Tracy Chapmans Idee vom Copyright
Ms. Chapman hat musikalisch seit Neuestem nur Belanglosigkeiten im Programm, scheint aber wenigstens in ihren Verträgen eine gewisse Kreativität an den Tag zu legen:
You hereby acknowledge and agree that Ms. Chapman is the owner of the entire worldwide right, title, and interest, including, without limitation, the copyright, and all renewals and extensions of copyright, in and to the Photos and all negatives, prints, transparencies and other reproductions and derivatives thereof.
Man möchte ja eigentlich lachen. Aber irgendwie mag keine Stimmung aufkommen angesichts solcher Passagen.
Via The Maastrix.
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13 Kommentare
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christof am 10.07.2009, 20:23
Heftig… Eigentlich wirklich nicht zum Lachen!
marco am 10.07.2009, 20:31
mal wieder: danke für den link!
Peter am 10.07.2009, 21:04
@marco: Da nich’ für… Solche Sachen können gar nicht oft genug im Web stehen…
c-v am 11.07.2009, 03:58
*grmpf* – na immerhin gibt es ja noch, falls sich ein “wissender” Fotograf straeuben sollte, die minimal ‘bessere’ Version – trotzdem…….
Sebastian Steinfort am 11.07.2009, 11:42
Nun kenne ich die Künstlerin eigentlich gar nicht. Auch nicht wie sie sich auf der Bühne und in der Öffentlichkeit gibt, aber es kann durchaus sein, dass solche Passagen von _schlauen_ Anwälten seitens des Managements reingedrückt werden, die sich irgendwelche Hoffnung auf einen Geldregen machen.
Es ist nicht unbedingt immer der Künstler, der solche Ideen hat und wer weiß, welche Rechte manche Künstler an ihre Manager abgegeben haben. In den USA wird es sicher auch möglich sein, seine Seele zu verkaufen.
Peter am 11.07.2009, 19:32
@Sebastian: Klar, sehe ich auch so. Wobei der Künstler mit seinem Namen in der Öffentlichkeit steht und damit auch mit seinem Namen für das gerade steht, was seine Beauftragten tun.
c-v am 12.07.2009, 20:20
ok, das “wissende Fotografen wehren sich” hat dann auch nicht funktioniert – vor Ort lagen vom Managementr gefertigte Vertrage mit der oben von Peter zitierten Passage. Und trotzdem prostituierten sich FotografInnen, weil die ja schliesslich Auftraggeber hatten (mehr oder weniger)…
Andere haben am Veranstaltungswtag (also heute) um 15:17 Uhr die Info per eMail bekommen, dass das Management sie von der Liste gestrichen hat (waren wohl die Haelfte derjenigen, die Vertrag 1 uU akzeptiert haetten) – na toll… Als ob ‘ne Leihoptik nix kosten wuerde *schimpf*…
Ich schreibe spaeter noch mehr dazu, wenn ich das jetzt alles so schreiben wuerde wie ich denke waere das sehr unfreundlich (um es nett zu formulieren
…
pissed,
c-v
Sascha Rheker am 12.07.2009, 23:34
@ Sebastian
Der Künstler ist derjenige der Management, Anwälte und alles was da sonst so dranhängt engagiert hat und bezahlt. Deswegen ist der in meinen Augen auch verantwortlich dafür, was die in seinem Namen (und in den Verträgen stehen ja nur Tracy Chapman und der Photograph als Parteien) machen.
Viele Künstler die sofort für eine öffentlichkeitswirksame Aktion für die Pressefreiheit im Iran oder sonst so in der Welt zu haben wären, machen so eine freie Berichterstattung in demokratischen Ländern fast unmöglich. Und nur darum geht es, es geht hier ja nicht darum, daß jemand mit den Bildern T-Shirts drucken will oder man die heimlich auf dem Klo fotografieren würde.
marc1 am 17.07.2009, 11:02
Tze-Tze, die Folk Tracy, das drückt die Sympathiewerte deutlich…
Peter am 18.07.2009, 19:40
@marc1: Echt, gabs da bei Dir welche?
H.Ill.H. am 23.07.2009, 12:24
Übertrieben komplizierte Formulierung. Völlig genügen würde:
“You hereby acknowledge and agree that Ms. Chapman is the owner of the entire world”
H.Ill.H. am 23.07.2009, 12:26
achso, was ich eigentlich sagen wollte, auch schön und irgendwie zum thema pasend: rammstein und die pressefreiheit, klick: http://www.laut.de/vorlaut/news/2009/07/23/22579/index.htm
André am 02.08.2009, 00:36
In der Musikindustrie ist es doch mittlerweile so, dass es selbst bei mittelmäßig erfolgreichen Künstlern mehrere Managementstufen (Manager, Agent, Anwalt, persönl. Berater usw.) gibt. Jeder davon gibt erst dann Ruhe, wenn er mit seinen Mist zu dem planwirtschaftlichen Kontrollwahnsinn beitragen konnte und die Künstler in einem Netz aus Verpflichtungen hängen. Oftmals geht es bei diesen autoritären Strukturen nicht unbedingt um das Wohl des zu vertretenen Künstler, sondern um das eigene. Jeder möchte halt was vom großen Kuchen abbekommen. In Verbindung mit der häufig anzutreffenden mangelnden Kreativität (die juristische mal außen vor) im Musik-Business und den unzähligen Versuchen, möglichst schnell auch den aller letzten Käse zu vermarkten, ein Zustand von dem auf Dauer niemand proftieren wird.