Beschriften von Bildern mit IPTC-Daten
Schlagworte: IPTC, Nachbearbeitung, Photomechanic, Photoshop, Vorbereitung, Workflow
Wer kennt das nicht? Man hat im Lauf der Jahre jede Menge Material auf der Festplatte angesammelt und eines schönen Tages blickt man nicht mehr durch. Da müsste dann mal ein Archivsystem her. Schön und gut, da gibt es von Klein bis Groß alles Mögliche auf dem Markt. Dazu vielleicht später mal mehr. Doch was hilft das beste System mit der tollsten Datenbank, wenn man nach Jahren keinen blassen Schimmer mehr hat, was da eigentlich wo und wann fotografiert wurde? Sicher, kreative Dateinamen wie z.B. lionel-richie_03.jpg helfen schon mal grob weiter und in den EXIF-Daten, die die Kamera schreibt findet sich auch das Aufnahmedatum. Aber damit hat es sich meistens schon.
Wer wirklich einen Überblick über das gehortete Material haben möchte, muss direkt bei der Ablage auf dem Rechner schon beschriften. Und das am besten standardkonform. Der gängige Standard zur Beschriftung von Bildern ist vom International Press Telecommunications Council (IPTC) zusammen mit der Newspaper Association of America (NAA) festgelegt worden. Er gilt für alle möglichen Arten von Medien, wir befassen uns heute mal mit dem Beschriften von Bildern. Damit das keine Trockenübung wird, habe ich euch einen Screencast erstellt, der das am Beispiel von Photomechanic zeigt:
Schaut euch das am besten direkt auf Youtube in der HD-Version an, dann seht ihr die Details am besten.
Was haben wir nun davon? Ganz einfach. Wenn ich die Bilder direkt beschrifte, dann sind alle wichtigen Informationen enthalten -- wenn ich das erst nach Jahren nachholen wollte, könnte ich mich meistens noch nicht mal an den Auftrittsort erinnern. Das Beschriften kann aber vor allem auch der Redaktion helfen, der ihr die Bilder schickt. Außerdem kann man die Bilder nun getrost auf der Festplatte ablegen und dort vom Datenbanksystem indizieren lassen. Da der IPTC-Standard von vielen Programmen unterstützt wird, könnt ihr anschließend mit eurer Datenbanksoftware bequem die Bilder durchsuchen.
Soweit zum Beschriften -- wer sich jetzt fragt, wie das mit den Datenbanken und dem Rest vom Workflow funktioniert: Geduld, es werden in den nächsten Tagen und Wochen noch weitere Artikel rund um das Thema Workflow hier erscheinen. Übrigens: Eine ebenfalls ausführliche Erklärung zum Them IPTC mit einer Beispieltabelle findet ihr auch bei Wikipedia.
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6 Kommentare
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DasMaddin am 21.03.2009, 16:12
Ich habe das zu Beginn erst nicht gemacht, dann aber den extrem großen Nutzen gesehen und nachträglich getagged. Es ist eine mühsame und langweilige und zeitraubende Arbeit. Daher lieber gleich beim oder nach dem Import die Daten schreiben, als hinterher jahrelang zu taggen..
M.
Dennis am 07.08.2009, 16:04
Sehr tolles Video
PS.
Was bringt es wenn ich unten bei IPTC Encoding “Write as Unicode” und eine andere Schriftart wähle?
Susi am 09.10.2009, 22:53
Mich würde mal interessieren, ob ihr die EXIF-Daten in den Dateien läßt? Ich habe nämlich noch keine Lösung gefunden,wie ich Lightroom dazu bringe,dass die IPTC-Daten geschrieben aber die EXIF-Daten gelöscht werden,beim Export.
Peter am 09.10.2009, 23:04
@Susi: Wenn Du in Adobe Lightroom beim Exportieren von Bildern ein Häkchen bei der Einstellung “Eingebettete Metadaten minimieren” setzt, werden die EXIF-Daten gelöscht.
c-v am 14.10.2009, 07:21
um auf Susis erste Frage zu antworten: intern bleiben die Exifs drin, beim Versand werden die aber (”automatisch” = 1 Haken im Programm, der immer drin ist) geloescht.
HTH,
c-v
André am 14.10.2009, 14:57
Ohne Plugin (”Metadata Wrangler”), kann man sich bei Lighroom leider nur zwischen zwei Varianten entscheiden. Entweder IPTC- und EXIF-Daten in den Dateien oder keins von Beiden.